Archiv für den Monat: Februar 2016

Short Notice Babyjacken

Nach meiner ersten Babyjacke aus Wollresten wollte ich mal etwas stricken, das meiner Tochter auch tatsächlich passt. Bei meiner Suche auf Ravelry stieß ich auf das Short Notice Muster, eine nahtlose und leicht zu strickende Jacke.

Im Wollladen vor Ort habe ich mir Forte von Lang Yarns gekauft, weil es im Knäuel wirklich toll aussah. Anstatt der empfohlenen 8-9 mm Nadel habe ich eine eher dünne 5.5 mm Nadel benutzt. So wurde die Jacke ziemlich dick und kompakt, perfekt für kalte Tage, wenn wir mit dem Kinderwagen unterwegs sind. Ich habe nicht alle 8 Reihen, sondern nur alle 12 Reihen ein Knopfloch gemacht. Das reicht immer noch – probiert mal, sieben Knöpfe an einem mobilen Baby zuzumachen…

Ich stricke nicht allzuschnell und habe auch nicht besonders viel Zeit dafür (eigentlich nur die kurze Zeitspanne, in der das Baby schon und ich noch nicht im Bett bin), aber ich habe trotzdem nur eine Woche für die Jacke gebraucht. Es ist einfach toll, mal was fertigzukriegen, bevor die Motivation nachlässt! Ich war so begeistert, dass ich direkt noch eine für das Kind einer Freundin gemacht habe. Bei der zweiten Jacke habe ich die bunte Forte-Wolle nur für den Rand genommen und den Rest in Lana Grossa Superbingo auf einer 6 mm Nadel gestrickt. Beide Garne sind 100 % Schurwolle, also schön warm und regulieren die Temperatur gut am Baby. Außerdem habe ich sogar nur noch alle 16 Reihen ein Knopfloch gemacht und die Knöpfe selbst gehäkelt. Zugegebenermaßen gefällt mir die zweite Jacke sogar besser, weil ich finde, dass der Farbwechsel der bunten Wolle für dieses Muster zu schnell geht.

Fazit: zwei Jacken in drei Wochen! Wenn mal alle meine Projekte so schnell gingen… Bei den aktuellen Temperaturen trägt meine Tochter die Jacke ziemlich oft, es war die Arbeit also wert. Finanziell kann man das leider nicht behaupten, denn allein die Materialien für die Jacken haben mich 30 bzw. 20 Euro gekostet. Für den Preis kann man auch (mindestens) eine Jacke kaufen, sogar aus purer Schurwolle. Trotzdem ist diese Jacke ein schönes Geschenk, gerade für Winterbabies.

Wir haben gerade ein paar Probleme mit dem Webhosting, deshalb gibt es heute erstmal nur ein Bild. Ich werde mehr hochladen, wenn wir alles geregelt haben! In der Zwischenzeit könnt ihr die beiden Projekte hier und hier auf Ravelry sehen.

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Farm Yard Friends Krabbeldecke

Erinnert ihr euch an die rosa Torte, die ich für eine Babyparty gemacht habe? Jetzt ist das Baby geboren, und ich durfte das niedliche kleine Bündel gestern das erste Mal in Augenschein nehmen. Natürlich hatte ich auch ein Geschenk dabei.

Die frisch gebackene Mutter ist eine meiner besten Freundinnen, daher wusste ich schon eine Weile über ihre Schwangerschaft Bescheid und hatte genug Zeit, mir ein angemessenes Geschenk zu überlegen. Ich wollte gern eine Krabbeldecke mit Motiv häkeln und habe mir das Muster Farm Yard Friends von Mary Maxim gekauft.

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Dafür braucht man Mary Maxim Worsted Weight Wolle, aber ich wusste nicht, wo ich die hier in Deutschland herbekomme und wollte nicht extra aus Amerika bestellen. Deshalb habe ich mich für Myboshi No. 5 entschieden. Das nächste Problem war dann, herauszufinden wieviel Wolle ich brauchen würde. Mary Maxim Starlette hat 165 m auf 100 g und wird mit einer 5 mm Nadel verarbeitet, während Myboshi No. 5 in 25 g – Ballen à 45 m verkauft wird. Hierfür wird eine 6 mm Nadel empfohlen. Selbst mit dem Wissen, dass ich z.B. einen Ballen gelbes Mary Maxim Garn bräuchte, wusste ich ja nicht, ob dieses komplett aufgebraucht werden würde. Ich wusste also nicht, ob ich stattdessen ein, zwei, oder noch mehr Ballen der Myboshi Wolle brauchte.

Also habe ich einfach mal drauflosgeraten und mir die folgenden Farben bestellt (den ursprünglich ockerfarbenen Himmel habe ich durch ein schönes Blau ersetzt):

  • 2 x Kakao
  • 6 x Weiß
  • 6 x Wolke
  • 1 x Beige
  • 4 x Schwarz
  • 4 x Grasgrün
  • 4 x Smaragd
  • 1 x Signalrot
  • 2 x Löwenzahn
  • 3 x Curry
  • 3 x Himbeere
  • 2 x Ocker
  • 2 x Silber
  • 1 x Magenta

Wie sich herausstellte, hatte ich meinen Wollverbrauh etwas überschätzt – ich hatte je einen Ballen zuviel in Curry, Grasgrün, Himbeere, Ocker, Schwarz und Silber, und auch noch zwei komplette Ballen Weiß übrig (die habe ich für die Einhornmütze verwendet). Weil ich auch noch andere Farben für den Rand benutzt habe als ursprünglich vorgesehen, musste ich einen Ballen in Wolke nachkaufen.

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Abgesehen vom fröhlichen Wollmengen-Raten war das Muster aber recht leicht zu häkeln, und vom Ergebnis bin ich auch begeistert. Allerdings war es mehr ein Langzeitprojekt – ich habe im August angefangen und bin erst im Januar fertig geworden. Kein Problem aber, denn ich war ja vor der Geburt fertig. Die anstrengendste Sache war tatsächlich, die ganzen losen Enden zu vernähen.

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Nachdem ich mit dem Häkeln fertig war, habe ich hier vor Ort noch ein Stück Fleece gekauft, das ich auf die Unterseite der Decke genäht habe. Von Hand Nähen ist jetzt nicht so meine Stärke, aber ich bin trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis. Ich hoffe, meiner kleinen neuen Freundin gefällt die Decke auch.

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Wilkommen auf der Welt, L.M.!

Zahlenkuchen

Für den ersten Kindergeburtstag in diesem Jahr musste ich natürlich backen. Und was bietet sich da eher an, als ein Sandkuchen mit bunter Zahlenüberraschung? Das Rezept schwirrt ja an einigen Stellen durchs Internet, zum Beispiel hier, hier oder hier. Das Prinzip ist einfach: man backt einen bunten Kuchen, sticht die gewünschte Zahl oder irgendein anderes Motiv aus, und backt diese wieder in einen ungefärbten Kuchen ein. Voilà – fertig ist der Überraschungskuchen!

Ich habe natürlich keine Backmischung genommen, sondern einen einfachen Rührteig angerührt. Die Lebensmittelfarben von Wilton habe ich noch von meinem Regenbogenkuchen, also musste ich mir nur noch eine Ausstechform für die Zahl besorgen. Da ich eine Eins eingebacken habe, konnte ich aus jeder Scheibe sogar mehrere Zahlen ausstechen. Trotzdem bleibt natürlich einiges an Verschnitt übrig.

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Es bietet sich natürlich an, aus dem restlichen bunten Kuchen Cakepops zu machen. Nach ein paar missglückten Versuchen muss ich aber sagen, dass ich Cakepops wirklich hasse! Deshalb habe ich den Teig in Muffinförmchen gepresst und mit einigen übrig gebliebenen Zahlen verziert.

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Da der Zahlenkuchen nicht nur zwei Mal gebacken wird, sondern zwischendurch auch gut auskühlen muss, hatte ich zwischendurch noch etwas Zeit. Außerdem hatte ich noch Frosting von meiner Babytorte übrig. Also habe ich kurzerhand noch Confettilicious Cupcakes gebacken. Vielleicht etwas weniger kinderfreundlich, aber trotzdem lecker.

Herzlichen Glückwunsch zum ersten Geburtstag, J.!