Archiv für den Monat: Januar 2016

Karnevalsmützen

Nur noch 10 Tage, dann ist es so weit: Weiberfastnacht 2016 und somit das erste Karneval für meine Tochter stehen an. Ich kann ja leider überhaupt nicht nähen, aber zum Glück konnten wir uns beim Kostüm auf die Omi verlassen. Meine Aufgabe war es, die passenden Karnevalsmützen herzustellen.

Eins der Kinder in der Familie wird dieses Jahr Yoda. Die passende Mütze habe ich grob nach der Anleitung von Nerdspirations gehäkelt. Für mein kleines Einhorn habe ich einen der tollen Einhorn-Haarreifen von Graciosa gekauft, einer sehr netten Frau aus Kolumbien. Ihren Shop kenne ich bereits aus dem vorletzten Jahr, als ich Karnevals-Haarreifen für mich selbst bestellt habe. Deshalb musste ich auch nur eine passende bunte Mütze stricken und musste mir um Ohren oder Horn keine Gedanken machen.

Na dann kann’s ja losgehen – Alaaf!

Babytorte

Seit ich das Sweetapolita Backbuch geschenkt bekommen habe, warte ich auf die Gelegenheit, eine der kunterbunten Torten daraus zu backen. Entschieden habe ich mich für den Pastel Vanilla Birthday Cake. Diese Torte ist rosa und hellblau, und wozu würde sie besser passen als zu einer Babyparty?

Meine Freundin bekommt ein Mädchen, also habe ich die Farben getauscht und eine rosa Torte mit hellblauem Rand gebacken. Das cake flour habe ich mit diesem Rezept selbst gemacht, und ich habe Schlagsahne anstatt von heavy cream benutzt, da man beides in Deutschland nicht bekommt. Zum Färben habe ich das red red und royal blue von Wilton verwendet.

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Das Vanilla Bakery Frosting habe ich ein paar Tage im Voraus gemacht und war begeistert von der Konsistenz. Es hat eine wirklich schöne Textur und ist super fluffig. Es ist aber auch wirklich süß, da kann man es zwischen den Zähnen knirschen hören. Dieses Frosting kommt zwischen vier Lagen Kuchenteig, und zwar zusammen mit rohen Teigstücken und bunten Streuseln, sodass man eine richtig hohe Torte bekommt (im Onlinerezept sind es drei Teigschichten, aber im Buch ist eine vierschichtige Version).

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Ich musste letzten Endes sogar noch mehr Frosting machen, als im Rezept stand – wobei ich glaube, dass ich zu viel für die erste Deckschicht benutzt habe. Das Torten Überziehen habe ich noch nicht so richtig raus. Trotzdem sah die Torte am Ende gut aus; nur leider war sie für unseren Geschmack viel zu süß. Und das, obwohl ich wirklich ein Fan von süßen Sachen bin, aber irgendwann ist sogar bei mir Schluss. Wegen dem tollen Design werde ich die Torte auf jeden Fall noch einmal backen, allerdings mit ein paar Änderungen – ich hab da schon so meine Ideen.

Babyjacke

Mittlerweile ist es schon länger her, dass ich etwas gestrickt habe. Weil ich aber mal wieder anfangen wollte, noch Wollreste hatte und wir noch eine Jacke gebrauchen konnten, habe ich mich an einer Babyjacke versucht. Um wieder reinzukommen, sollte es eine ganz einfache Anleitung sein – bei Wolldiskont wurde ich fündig.

In der Anleitung wird Schachenmayr SMC Baby Super Soft verwendet, das ist eine Wolle mit 163 Meter auf 50 Gramm, für die eine Nadelstärke von 3-4 mm empfohlen wird. Zum Einen wollte ich aber schnell fertig werden, da ich nicht viel Zeit zum Stricken habe und das Baby so schnell wächst – zum Anderen hatte ich noch Wollreste übrig. Die allerdings in wenig babytauglichem Schwarz und Weiß. Trotzdem habe ich mal losgelegt.

Meine Tochter trägt zur Zeit Größe 80 und wächst ohne Pause, sodass ich mich an der Maximalgröße der Anleitung (92/98) orientiert habe. Angefangen habe ich mit Multi von Wolle Rödel auf einer 8 mm Nadel. Laut Maschenprobe musste ich dafür die Maschenanzahl ungefähr halbieren. Leider reichte die Wolle nur für den Rückenteil und ein halbes Vorderteil, daher habe ich noch ein Knäuel wild wild wool rausgekramt. Ich brauchte also eine neue Maschenprobe und habe damit auf einer 7 mm Nadel die Ärmel hinbekommen. Als ich dann Schwarz für die Vorderteile nachkommen wollte, stellte sich heraus, dass es diese Wolle nicht mehr gibt – ich habe dann auf Anraten der Verkäuferin mit Big weitergestrickt. Mein erstes Strickstück nach einiger Zeit beinhaltet also drei verschiedene Wollsorten mit unterschiedlichen Maschenproben und jede Menge über den Daumen gepeilte Maschen- und Reihenzahlen.

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Laut Anleitung soll die fertige Jacke in 92/98 hinten etwa 32 cm breit und 30 cm lang sein, die Ärmel etwa 28 cm lang. Meine Jacke ist hinten 30 cm breit, 30 cm hoch und hat Ärmel, die insgesamt 25 cm und mit Umschlag etwa 22 cm lang sind. Naja, so ungefähr hat es gepasst. Statt des Pikot-Rands habe ich einfach nur einen blauen Rand gehäkelt, und um die Jacke doch noch etwas kindertauglich zu machen, habe ich Eulenknöpfe gefunden.

Meiner Tochter ist die Jacke nur leider viel zu groß, da habe ich mich doch reichtlich verschätzt. Aber um wieder ans Stricken zu kommen, war es ein gutes Projekt. Vielleicht finde ich ja noch irgendjemanden, der sie brauchen kann…