Kategorie-Archiv: Stricken

Short Notice Babyjacken

Nach meiner ersten Babyjacke aus Wollresten wollte ich mal etwas stricken, das meiner Tochter auch tatsächlich passt. Bei meiner Suche auf Ravelry stieß ich auf das Short Notice Muster, eine nahtlose und leicht zu strickende Jacke.

Im Wollladen vor Ort habe ich mir Forte von Lang Yarns gekauft, weil es im Knäuel wirklich toll aussah. Anstatt der empfohlenen 8-9 mm Nadel habe ich eine eher dünne 5.5 mm Nadel benutzt. So wurde die Jacke ziemlich dick und kompakt, perfekt für kalte Tage, wenn wir mit dem Kinderwagen unterwegs sind. Ich habe nicht alle 8 Reihen, sondern nur alle 12 Reihen ein Knopfloch gemacht. Das reicht immer noch – probiert mal, sieben Knöpfe an einem mobilen Baby zuzumachen…

Ich stricke nicht allzuschnell und habe auch nicht besonders viel Zeit dafür (eigentlich nur die kurze Zeitspanne, in der das Baby schon und ich noch nicht im Bett bin), aber ich habe trotzdem nur eine Woche für die Jacke gebraucht. Es ist einfach toll, mal was fertigzukriegen, bevor die Motivation nachlässt! Ich war so begeistert, dass ich direkt noch eine für das Kind einer Freundin gemacht habe. Bei der zweiten Jacke habe ich die bunte Forte-Wolle nur für den Rand genommen und den Rest in Lana Grossa Superbingo auf einer 6 mm Nadel gestrickt. Beide Garne sind 100 % Schurwolle, also schön warm und regulieren die Temperatur gut am Baby. Außerdem habe ich sogar nur noch alle 16 Reihen ein Knopfloch gemacht und die Knöpfe selbst gehäkelt. Zugegebenermaßen gefällt mir die zweite Jacke sogar besser, weil ich finde, dass der Farbwechsel der bunten Wolle für dieses Muster zu schnell geht.

Fazit: zwei Jacken in drei Wochen! Wenn mal alle meine Projekte so schnell gingen… Bei den aktuellen Temperaturen trägt meine Tochter die Jacke ziemlich oft, es war die Arbeit also wert. Finanziell kann man das leider nicht behaupten, denn allein die Materialien für die Jacken haben mich 30 bzw. 20 Euro gekostet. Für den Preis kann man auch (mindestens) eine Jacke kaufen, sogar aus purer Schurwolle. Trotzdem ist diese Jacke ein schönes Geschenk, gerade für Winterbabies.

Wir haben gerade ein paar Probleme mit dem Webhosting, deshalb gibt es heute erstmal nur ein Bild. Ich werde mehr hochladen, wenn wir alles geregelt haben! In der Zwischenzeit könnt ihr die beiden Projekte hier und hier auf Ravelry sehen.

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Farm Yard Friends Krabbeldecke

Erinnert ihr euch an die rosa Torte, die ich für eine Babyparty gemacht habe? Jetzt ist das Baby geboren, und ich durfte das niedliche kleine Bündel gestern das erste Mal in Augenschein nehmen. Natürlich hatte ich auch ein Geschenk dabei.

Die frisch gebackene Mutter ist eine meiner besten Freundinnen, daher wusste ich schon eine Weile über ihre Schwangerschaft Bescheid und hatte genug Zeit, mir ein angemessenes Geschenk zu überlegen. Ich wollte gern eine Krabbeldecke mit Motiv häkeln und habe mir das Muster Farm Yard Friends von Mary Maxim gekauft.

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Dafür braucht man Mary Maxim Worsted Weight Wolle, aber ich wusste nicht, wo ich die hier in Deutschland herbekomme und wollte nicht extra aus Amerika bestellen. Deshalb habe ich mich für Myboshi No. 5 entschieden. Das nächste Problem war dann, herauszufinden wieviel Wolle ich brauchen würde. Mary Maxim Starlette hat 165 m auf 100 g und wird mit einer 5 mm Nadel verarbeitet, während Myboshi No. 5 in 25 g – Ballen à 45 m verkauft wird. Hierfür wird eine 6 mm Nadel empfohlen. Selbst mit dem Wissen, dass ich z.B. einen Ballen gelbes Mary Maxim Garn bräuchte, wusste ich ja nicht, ob dieses komplett aufgebraucht werden würde. Ich wusste also nicht, ob ich stattdessen ein, zwei, oder noch mehr Ballen der Myboshi Wolle brauchte.

Also habe ich einfach mal drauflosgeraten und mir die folgenden Farben bestellt (den ursprünglich ockerfarbenen Himmel habe ich durch ein schönes Blau ersetzt):

  • 2 x Kakao
  • 6 x Weiß
  • 6 x Wolke
  • 1 x Beige
  • 4 x Schwarz
  • 4 x Grasgrün
  • 4 x Smaragd
  • 1 x Signalrot
  • 2 x Löwenzahn
  • 3 x Curry
  • 3 x Himbeere
  • 2 x Ocker
  • 2 x Silber
  • 1 x Magenta

Wie sich herausstellte, hatte ich meinen Wollverbrauh etwas überschätzt – ich hatte je einen Ballen zuviel in Curry, Grasgrün, Himbeere, Ocker, Schwarz und Silber, und auch noch zwei komplette Ballen Weiß übrig (die habe ich für die Einhornmütze verwendet). Weil ich auch noch andere Farben für den Rand benutzt habe als ursprünglich vorgesehen, musste ich einen Ballen in Wolke nachkaufen.

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Abgesehen vom fröhlichen Wollmengen-Raten war das Muster aber recht leicht zu häkeln, und vom Ergebnis bin ich auch begeistert. Allerdings war es mehr ein Langzeitprojekt – ich habe im August angefangen und bin erst im Januar fertig geworden. Kein Problem aber, denn ich war ja vor der Geburt fertig. Die anstrengendste Sache war tatsächlich, die ganzen losen Enden zu vernähen.

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Nachdem ich mit dem Häkeln fertig war, habe ich hier vor Ort noch ein Stück Fleece gekauft, das ich auf die Unterseite der Decke genäht habe. Von Hand Nähen ist jetzt nicht so meine Stärke, aber ich bin trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis. Ich hoffe, meiner kleinen neuen Freundin gefällt die Decke auch.

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Wilkommen auf der Welt, L.M.!

Karnevalsmützen

Nur noch 10 Tage, dann ist es so weit: Weiberfastnacht 2016 und somit das erste Karneval für meine Tochter stehen an. Ich kann ja leider überhaupt nicht nähen, aber zum Glück konnten wir uns beim Kostüm auf die Omi verlassen. Meine Aufgabe war es, die passenden Karnevalsmützen herzustellen.

Eins der Kinder in der Familie wird dieses Jahr Yoda. Die passende Mütze habe ich grob nach der Anleitung von Nerdspirations gehäkelt. Für mein kleines Einhorn habe ich einen der tollen Einhorn-Haarreifen von Graciosa gekauft, einer sehr netten Frau aus Kolumbien. Ihren Shop kenne ich bereits aus dem vorletzten Jahr, als ich Karnevals-Haarreifen für mich selbst bestellt habe. Deshalb musste ich auch nur eine passende bunte Mütze stricken und musste mir um Ohren oder Horn keine Gedanken machen.

Na dann kann’s ja losgehen – Alaaf!

Babyjacke

Mittlerweile ist es schon länger her, dass ich etwas gestrickt habe. Weil ich aber mal wieder anfangen wollte, noch Wollreste hatte und wir noch eine Jacke gebrauchen konnten, habe ich mich an einer Babyjacke versucht. Um wieder reinzukommen, sollte es eine ganz einfache Anleitung sein – bei Wolldiskont wurde ich fündig.

In der Anleitung wird Schachenmayr SMC Baby Super Soft verwendet, das ist eine Wolle mit 163 Meter auf 50 Gramm, für die eine Nadelstärke von 3-4 mm empfohlen wird. Zum Einen wollte ich aber schnell fertig werden, da ich nicht viel Zeit zum Stricken habe und das Baby so schnell wächst – zum Anderen hatte ich noch Wollreste übrig. Die allerdings in wenig babytauglichem Schwarz und Weiß. Trotzdem habe ich mal losgelegt.

Meine Tochter trägt zur Zeit Größe 80 und wächst ohne Pause, sodass ich mich an der Maximalgröße der Anleitung (92/98) orientiert habe. Angefangen habe ich mit Multi von Wolle Rödel auf einer 8 mm Nadel. Laut Maschenprobe musste ich dafür die Maschenanzahl ungefähr halbieren. Leider reichte die Wolle nur für den Rückenteil und ein halbes Vorderteil, daher habe ich noch ein Knäuel wild wild wool rausgekramt. Ich brauchte also eine neue Maschenprobe und habe damit auf einer 7 mm Nadel die Ärmel hinbekommen. Als ich dann Schwarz für die Vorderteile nachkommen wollte, stellte sich heraus, dass es diese Wolle nicht mehr gibt – ich habe dann auf Anraten der Verkäuferin mit Big weitergestrickt. Mein erstes Strickstück nach einiger Zeit beinhaltet also drei verschiedene Wollsorten mit unterschiedlichen Maschenproben und jede Menge über den Daumen gepeilte Maschen- und Reihenzahlen.

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Laut Anleitung soll die fertige Jacke in 92/98 hinten etwa 32 cm breit und 30 cm lang sein, die Ärmel etwa 28 cm lang. Meine Jacke ist hinten 30 cm breit, 30 cm hoch und hat Ärmel, die insgesamt 25 cm und mit Umschlag etwa 22 cm lang sind. Naja, so ungefähr hat es gepasst. Statt des Pikot-Rands habe ich einfach nur einen blauen Rand gehäkelt, und um die Jacke doch noch etwas kindertauglich zu machen, habe ich Eulenknöpfe gefunden.

Meiner Tochter ist die Jacke nur leider viel zu groß, da habe ich mich doch reichtlich verschätzt. Aber um wieder ans Stricken zu kommen, war es ein gutes Projekt. Vielleicht finde ich ja noch irgendjemanden, der sie brauchen kann…

Schildkröte

Da einige meiner Freunde mittlerweile Kinder haben, habe ich probeweise ein so genanntes Amigurumi gehäkelt. Ich dachte, das ist mal was Anderes als immer nur Schals und Mützen.

Es ging auch ziemlich schnell, aber ich muss sagen, ich kann mit dem Ergebnis nichts anfangen. Vielleicht kann es ja jemand unter den jungen Eltern gebrauchen. Da ich aber generell nicht so auf Dekoobjekte ohne Funktion stehe, finde ich es ziemlich unnötig. Da bleib ich doch lieber bei Mützen.

Das Muster für die Schildkröte habe ich übrigens von Kristieskids (es heißt Tiny striped turtle).

Himbeerwellen

Da meine Mutter gerne Stulpen trägt, habe ich ihr zu Weihnachten welche gehäkelt. Das Muster heißt Himbeerwellen und ist von Tanja Osswald. Ich habe allerdings dickere Wolle und eine 5.5er Nadel verwendet.

Leider ist mir die “unsichtbare” Naht mal so gar nicht gelungen. Deswegen bin ich mit dem Ergebnis auch nicht wirklich zufrieden.

Brain Waves Beanie

Hier die letzte Mütze, die ich noch vor Weihnachten fertigmachen musste. Das Muster heißt Brain Waves und ist von Liz McQueen.